Ausgezeichnet!
Als kleines Haus arbeiten wir mit großer Neugier und viel Engagement. Wir freuen uns, wenn das auch über unsere Mauern hinaus wahrgenommen wird. In den letzten Jahren haben wir auf verschiedene Weise Anerkennung erfahren – durch Auszeichnungen, Fachtagungsbeiträge und Drittmittelförderungen. Einige unserer Ausstellungen konnten auch überregional große Wirkung entfalten. Das alles bestärkt uns und zeigt, dass innovative Konzepte nicht von der Größe eines Museums abhängen.
2025
“Kennen Sie Tübingen?” – mit Daniela Übelhör im Museumsdepot
In der beliebten Reihe „Kennen Sie Tübingen?“ mit außergewöhnlichen Stadtführungen öffnete unsere Kollegin Daniela Übelhör die Türen des Museumsdepots im Theodor-Haering-Haus – normalerweise für die Öffentlichkeit verborgen! Der Film zeigt, wie Schätze gesammelt, erforscht und erhalten werden, wirft auch einen Blick ins Außendepot im Sudhaus und erzählt Geschichten ausgewählter Objekte. Bei der Premiere im vollbesetzten Kino Museum beantwortete Daniela live die neugierigen Fragen des Publikums. Ein ebenso seltener wie spannender Blick hinter die Kulissen!
Hier könnt ihr euch das Video auf Youtube anschauen.
“Schon immer fresh” im Museum Humpis-Quartier Ravensburg
Von Februar bis September 2024 war „Schon immer fresh! Der Tübinger Wochenmarkt“ im Stadtmuseum ein Hit: Mitmachstationen und 800 Jahre Marktgeschichte zum Anfassen! Die Schau reist weiter – ins Museum Humpis-Quartier in Ravensburg, wo sie als „Schon immer fresh! Der Ravensburger Wochenmarkt“ noch bis 28. Juni 2026 läuft. Unsere Kuratorin Marina Chernykh hat im Vorfeld unterstützt und war bei der Eröffnung live vor Ort. Das Beste: Die eigens gebaute Ausstellungsarchitektur kam nachhaltig und ressourcensparend wieder zum Einsatz. Wir fühlen uns geehrt, dass das Thema und die Inszenierung auch in anderen Städten Anklang finden.
“Cyber and the City” im Kloster Schussenried
Vom 11. Februar 2023 bis 21. Januar 2024 zeigten wir die sehr erfolgreiche Ausstellung „Cyber and the City. Künstliche Intelligenz bewegt Tübingen“. Die Ausstellung ist auch den Kolleg*innen vom Württembergischen Landesmuseum nicht verborgen geblieben. So wanderten einige Stationen zur großen Landesausstellung „UFFRUR! Utopie und Widerstand im Bauernkrieg 1524/25“ ins Kloster Schussenried, wo KI-generierte Figuren den Bauernkrieg erlebbar machten. Unsere Stationen dienten dazu, den Gebrauch von KI kritisch zu reflektieren. Unser Kurator Guido Szymanska, zwei Masterstudierende des Masterstudiengangs „Machine Learning“ und unser Techniker Helmut Gugel unterstützten tatkräftig. Wir freuen uns sehr, dass wir Teil der Landesausstellung sein durften!
Sommertagung der Museumsakademie im Stadtmuseum
Am 22. Juli 2025 verwandelte sich das Stadtmuseum in Baden-Württembergs Treffpunkt für Museumsprofis: Bei der Sommertagung „Kommunikation ist alles – Museen gehen in Resonanz!“ der Museumsakademie gab es Impulse, Praxisbeispiele und spannende Einblicke in moderne Museumsarbeit. Unsere stellvertretende Leiterin Evamarie Blattner glänzte gleich doppelt – mit einem Vortrag zum partizipativen Arbeiten und einem Workshop zu diversitätsorientierter Kommunikation – und präsentierte den neuen Raum „Tübingen kolonial“. Kurator Bruno Wiedermann-Kashefipour sorgte für die reibungslose Organisation. Wir alle waren sehr glücklich über den kollegialen Austausch und auch ein bisschen stolz, so viele fachkundige Gäste bei uns begrüßen zu dürfen.
2024
Stadtmuseum auf der Shortlist des ZukunftsGut-Preis der Commerzbank
Wir freuen uns riesig: Das Stadtmuseum ist auf der Shortlist für den ZukunftsGut-Preis der Commerzbank-Stiftung! Aus 155 Bewerbungen wählte die Jury 24 Kultureinrichtungen aus, die sich in Kulturvermittlung, Bildung und Teilhabe besonders engagieren – wir sind dabei. Gewürdigt werden u.a. unsere innovativen Vermittlungsformate wie der 2022 eröffnete „Room of Memories“, der die NS-Geschichte Tübingens spielerisch vermittelt. „Schon die Nominierung ist für uns eine große Auszeichnung“, sagt Museumsleiterin Wiebke Ratzeburg. „Sie ist eine Anerkennung für das Engagement und die vielen Ideen unseres Teams, das das Stadtmuseum in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet hat.“ Neben dem Stadtmuseum Tübingen standen überwiegend deutlich größeren Kulturinstitutionen auf der Shortlist, wie etwa die Deutsche Oper am Rhein oder das Hygiene-Museum in Dresden.
Team “Cyber and the City” gewinnt Communicator-Preis der DFG
Das Team zur Ausstellung „Cyber and the City: Künstliche Intelligenz bewegt Tübingen“ gewinnt den Communicator-Preis 2024, Deutschlands wichtigste Auszeichnung für herausragende Wissenschaftskommunikation! Die Jury lobte die lokale Verortung, den interdisziplinären Ansatz und die gelungene Kombination aus Humor, Sachlichkeit und Dialog. Von Februar 2023 bis Januar 2024 war die Ausstellung bei uns im Stadtmuseum zu sehen. Konzipiert und umgesetzt wurde sie durch das interdisziplinäre Team der Universität Tübingen und des Stadtmuseums: Ulrike von Luxburg (Informatik), Thomas Thiemeyer und Tim Schaffarczik (Empirische Kulturwissenschaft), unserem Kurator Guido Szymanska sowie über 30 Studierenden. Die Preisverleihung fand am 1. Juli 2024 in Potsdam statt. Schon zuvor hatte das Team von „Cyber and the City” gemeinsam mit Klaus Gestwa den Preis für Wissenschaftskommunikation der Universität Tübingen gewonnen.
Hier könnt ihr euch das Video zum Projekt auf Youtube anschauen.
Hier bekommt ihr mehr Informationen und Eindrücke zu der Ausstellung.
NEUE WEBSITE als Best Practice bei “Gemeinsam Digital”
Bei der Fachtagung „Gemeinsam Digital“ der MFG (Medien- und Filmgesellschaft BW) im Februar 2024 in Stuttgart drehte sich alles um digitale Angebote für kleine und mittelgroße Museen: Wie erreicht man Besucher*innen, setzt Ressourcen clever ein und wählt die richtigen Maßnahmen? Unser Kurator Guido Szymanska und Museumsleiterin Wiebke Ratzeburg zeigten im Vortrag „Lernen vom Freizeitpark?“ wie wir unsere Website entwickelt haben – gemeinsam mit Zielgruppen und radikal an ihren Bedürfnissen orientiert. Die Einladung zum Vortrag empfanden wir als große Wertschätzung, und es war toll, unsere Erfahrungen weiterzugeben. Unser Dank gilt der MFG, ohne deren Förderung wir die Website nicht hätten umsetzen können. Ihr könnt euch den kompletten Vortrag auf Youtube ansehen.
Annie Award für Lotte Reiniger
Das Stadtmuseum in Hollywood: 2024 erhielt unsere Animations-Pionierin Lotte Reiniger (1899–1981) posthum in Los Angeles den 51. Annie Award, einer der weltweit renommiertesten Filmpreise für Animation, für ihr Lebenswerk. In der Preisrede hieß es: „Der Preis geht zum Stadtmuseum nach Deutschland – zu Lottes handgeschnittenen Puppen, die glücklicherweise bei Dr. Evamarie Blattner in besten Händen sind.“ Schon in den 1920ern eröffnete Reiniger mit ihrer Scherenschnitt-Technik neue filmische Welten. Dass ihre Meisterwerke bis heute international beeindrucken, zeigt diese herausragende Ehre. Congratulations, liebe Lotte!
Hier könnt ihr euch das Video der Preisverleihung anschauen.
Vortrag bei fachtagung „Sammeln heute“
„Sammeln heute“ lautete das Motto der Herbsttagung des Museumsverbandes Baden-Württemberg am 30. September 2024 in Wangen im Allgäu. Mit dabei: unsere „Herrin der Sammlung“ Daniela Übelhör und Museumsleiterin Wiebke Ratzeburg. Ihr Fazit zu fünf Jahren Provenienzforschung am Tübinger Stadtmuseum? Eine drittmittelfinanzierte Stelle (2015–2021) war ein echter Glücksfall: Tausende Objekte konnten überprüft, einige sogar zurückgeführt werden. Zusätzlich wurden Inventare digitalisiert und eine Ausstellung zur Sammlungsgeschichte realisiert. Wir sind froh und dankbar für sechs Jahre Finanzierung, die so viel ermöglicht hat!
Sonderbriefmarke Lotte Reiniger
Zum 125. Geburtstag von Lotte Reiniger (1899–1981) ehrte das Bundesfinanzministerium die Scherenschnitt- und Film-Pionierin mit einer Sonderbriefmarke, deren Nachlass sich bei uns im Stadtmuseum befindet. Oberbürgermeister Boris Palmer begrüßte die Gäste, dann übergaben Martin Chaudhuri und Gabriele Kühnberger-Zierbock vom Bundesfinanzministerium die Marke mit einem Motiv aus Reinigers „Aschenputtel“ (1922). Mit dabei waren neben der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Marschall auch Museumsleiterin Wiebke Ratzeburg und Dr. Evamarie Blattner, unsere Reiniger-Expertin und Kuratorin der Ausstellung „Die Welt in Licht und Schatten“. Wir finden: Die Sondermarke ist eine tolle Auszeichnung für eine großartige Künstlerin!
Die Lotte Reiniger Briefmarke kann direkt bei der Deutschen Post bestellt werden.
2023
“Queer durch tübingen” in der Landesvertretung BW in Berlin
„Queer durch Tübingen: Geschichten vom Leben, Lieben und Kämpfen“ präsentierte vom 24.09.2021 bis 13.03.2022 im Stadtmuseum Porträts queerer Persönlichkeiten – von König Karl über NS-Widerstandskämpfer Hans Scholl bis zu jungen Tübinger*innen und Maren Kroymann. Stolz können wir sagen: Im Juni 2023 wanderte die Ausstellung nach Berlin und war dort zum Pride Month in der Landesvertretung Baden-Württemberg zu sehen. Begleitet wurde die Schau von einer Podiumsdiskussion und anschließendem Empfang, in der Hauptgast Maren Kroymann gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden über erreichte Fortschritte und aktuelle Herausforderungen im queeren Kontext sprach.
Hier bekommt ihr mehr Informationen und Eindrücke von der Ausstellung.
2022
Room of Memories bei FAchtagung der DASA Dortmund
Die DASA Arbeitswelt in Dortmund, eines der innovativsten Museen Deutschlands, lud zur Tagung „Neue Wege der Konzeption und Reflexion von Museumsausstellungen“ – und wir vom Stadtmuseum waren live dabei! Vor Fachpublikum aus dem gesamten deutschsprachigen Raum stellten Wiebke Ratzeburg und Guido Szymanska unser Serious Game „Room of Memories“ vor, das das Thema NS spielerisch vermittelt und in der Museumslandschaft nach wie vor ziemlich einzigartig ist. Pandemiebedingt fand die Tagung nur online statt. Den Vortrag gibt’s dafür komplett auf YouTube. Mittlerweile ist im Band “Besser ausstellen” auch ein ausführlicher Aufsatz zum Thema erschienen, der kostenlos beim renommierten transcript-Verlag verfügbar ist.
Kolonialismus-Projekte mit 100.000€ gefördert
Wow, was für ein Rückenwind! Unser Projekt „Spurensuche der Kolonialzeit in Tübingen“ erhielt 50.000 € von der Kulturstiftung des Bundes im „dive in.“-Programm. Das Team um Evamarie Blattner erforschte Tübingens koloniale Verflechtungen und brachte die Ergebnisse direkt in Sammlung und Ausstellung ein – inklusive interaktiver Karte mit kolonialen Spuren im Stadtraum. Weitere 50.000 € aus dem „Innovationsfonds Kunst“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg flossen ins Nachfolgeprojekt „Postkoloniale Herausforderungen“ – auch hier mit einer Online-Karte, diesmal zu Biografien und Orten mit postkolonialen Verflechtungen. Hier findest du die beiden interaktiven Karten:
2020
Auszeichnung als eines der Besten Heimatmuseen
Wir wurden 2020 von der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ als eines der fünf besten Heimatmuseen Deutschlands ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 251 Museen beworben. Die Jury lobte besonders die vielfältigen Angebote für die gesamte Stadtgesellschaft. Das „Mobile Wohnzimmer“ stehe als Außenstelle des Museums dafür exemplarisch. Damit erreicht das Museum auch Menschen in den Außenbezirken Tübingens. Es lädt damit zum Dialog ein und dient auch als Bühne für Kino und Theater. Das Museum überzeugte zudem durch seine starke zukunftsgerichtete, digitale Ausrichtung mit VR, Hör- und Mitmachstationen. Bei der Preisverleihung sagte Leiterin Wiebke Ratzeburg: „Mein Team und ich freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit! Wir arbeiten konsequent daran, das Stadtmuseum zu einem lebendigen, zentralen Ort des Austausches über die Gegenwart und Zukunft der Stadt zu machen.“ Die Stiftung „Lebendige Stadt” prämiert Museen, die in besonderer Weise „Best-Practice-Charakter” haben und sich zur Nachahmung empfehlen. Das Preisgeld beträgt 1.000 €.